der MSC - Motorsportclub Hittnau

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

der MSC

Happy Birthday MSC Hittnau

MSC Hittnau, ein Club, der Geschichte schrieb
Der Motor Sport Club Hittnau (MSC) feiert 2010 das 40-Jahr-Jubiläum. Kaum ein Club beeinflusste das Leben in der Gemeinde so sehr, wie der MSC Hittnau

Eigentlich begann alles im Jahre 1969. Karl Weilenmann, der Koch des Restaurants Sonne Silvio Engi und Christian Brunner trafen sich regelmässig zu gemeinsamen Motorradausfahrten. Auf diesen Ausfahrten ging es tüchtig zur Sache. Auch die «gesellschaftliche» Komponente fehlte nicht. Immer mehr Fahrer kamen dazu.

«Wenn wir schon immer zusammen sind, können wir auch einen Club gründen», meinten sie und schon wurde 1970 der MSC Hittnau aus der Taufe gehoben. Präsident war Christian Brunner. Fantastische Ideen und eine gehörige Portion Unternehmungsgeist zeichneten die jungen Wilden aus Hittnau aus. «Wir sind eine tolle Truppe, müssen international bekannt werden», sagte der Präsident und flugs wurde in der deutschen Motorradzeitschrift «Motorrad» für 70 Mark ein Inserat geschaltet. Eine Sternfahrt nach Hittnau sollte es werden mit Pokalen für die am weitesten Angereisten. Die Plakate dazu druckten sie noch selbst, teils mit «Kartoffel-Stempel-Verzierung». Brunner wurde von seinem Vater zwei Tage vor dem Treff von einer Baustelle in Effretikon geholt. «Die ersten Holländer sind da». Sieger wurden nicht die Holländer, sondern ein Fahrer aus Trappenkamp, einem Ort zwischen Lübeck und Kiel. Geld musste in die Kasse. Sie stellten ein altes Auto auf einen Plastik. Mit Vorschlaghämmern wurde es in Einzelteile zerlegt. Drei Schläge ein Franken, Windschutzscheibe fünf. Warum Karo Weilenmann nach zwei «verarbeiten» Autos ein eingelöstes dazu stellte, weiss bis heute keiner so genau. Aber die Kasse stimmte. Dann kam die Idee mit dem Auto-Cross. Als Kostprobe, ob der Lärm der Bevölkerung zugemutet werden könne, organisierte der MSC für den Gemeinderat auf der Hirschenwiese einen Auto-Fussballmatch. «Es konnte», so der Entscheid des Gemeinderatesund der MSC bekam die Bewilligung zur Durchführung der Auto-Cross. Die erste Veranstaltung fand am 15. und 16. Oktober 1977 mit über 140 Fahrern am Start statt. Weitere sieben folgten. «Fünftausend Schnitzel haben wir an einer einzigen Veranstaltung gebraten», erinnert sich «Schnitzel-Willy» Wüthrich vom Freihof Hittnau, «rund 21 Tausend Zuschauer waren am best besuchten Auto-Cross dabei». Der MSC organisierte auch Seifenkistenrennen. Start in Isikon. Auf die Frage, ob er denn am Seifenkistenrennen auch schon dabei war, meint der neue, junge MSC-Präsident Christoph Hitz schmunzelnd, «ja - beim organisieren nicht, beim fahren schon».

Nach der Cross-Zeit wollte der MSC auf der Hirschenwiese MSC ein Trecker-Pulling organisieren, ein Kräftemessen der Traktoren. Der MSC hatte vorgesorgt und in Bronschhofen günstig den Motor eines Centurion-Panzers gekauft. Der war kräftemässig sicher konkurrenzfähig. Infolge Einsprachen beim Gemeinderat wurde die Veranstaltung in Hittnau nicht durchgeführt. Es wurde ruhiger beim MSC. Die GV fand am Chlausabend statt. Zu Ehren der Oberländer Motorradrennfahrer Urs Jucker und Eskil Suter organisierte der MSC 1992 im Hirschensaal eine Töffausstellung. Radrennfahrer Max Schellenberg und sein Gentleman-Race Partner Luigi Taveri waren auch zugegen. «Fährst du mit, wenn die etwas organisieren?», fragte Max. Luigi sagte zu. 1998 war es soweit. Die erste Oldtimerclassic fand statt, Luigi Taveri am Start. Im Jahre 2000 kam Flugbetrieb auf dem historischen Flugplatz Hittnau hinzu. Die Organisation übernahmen die Oberländer Piloten Schaggi Jucker und Fritz Fahrni. Beide hatten sehr enge Beziehungen zum Hittnauer Ur-Flugfeld. Im Jahre 2004 lief im Verkehrshaus Luzern die Sonderausstellung Motomotion, alles rund ums Motorrad. Der MSC Hittnau lud Schweizer- Europa- und Weltmeister nach Luzern ein. Sie sollten auf der Lidostrasse mit ihren Rennmotorräder den Zuschauern ein Kurzrennen demonstrieren. Über 40 Champions folgten der Einladung. Mit einem Le Mans-Start und Getöse bolzten sie auf der vom MSC gesicherten Strecke rauf und runter. «Euer Renn-Lastwagen im Museum kriegt Standschäden», sagte Brunner 2004 dem Direktor des Verkehrsmuseums Luzern, «der muss gefahren werden. Er kann bei uns an der Oldtimerclassic starten. Transport, Pilot und Techniker sind schon organisiert.» Der aufgeschlossene Direktor stimmte dem guten Vorschlag zu. Seitdem fahren Rennlastwagen an der Oldtimerclassic in Hittnau. Den Veranstaltern fehlte oft das Wetterglück. Schade für den wunderschönen Anlass. Eine Veranstaltung dieses Ausmasses, mit Flugplatz, Rennlastwagen, Rennmotorrädern, Sport- und Rennautos, einem Korso - für Motorsportfreaks ebenso geeignet wie für Familien - ist auf der Welt einzigartig.

Christian Brunner hat in all den Jahren viel geleistet. Ihm zur Seite stand der junge, tatkräftige Christoph Hitz. Auch durfte er auf ein einmaliges Super-Team zählen. An der GV 2009 wählten die Mitglieder Christoph Hitz zum neuen Präsidenten. Mit Hitz, einem erfahrenen, motorsportbegeisterten Präsidenten ist die Zukunft des MSC Hittnau gesichert. Der MSC geniesst auch in der Hittnauer Bevölkerung eine grossartige Unterstützung. Möge dem Club in Zukunft noch viel Erfolg beschieden sein.

Urs Frei

lezte Aktualisierung 24.09.2017 15:00
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü